Netflix hat einige der besten und preisgekrönten Dokumentar-Kurzfilme der Branche im Angebot und Zuschauer – ob sie diese nun erstmals entdecken oder bereits Fan sind – werden feststellen, dass für jeden etwas Interessantes dabei ist. Und in diesem Sommer kommen drei neue Kurzdokumentationen dazu und werden die bereits vorhandene Auswahl an bewegenden und inspirierenden Titeln perfekt ergänzen. 

Diese Titel kommen diesen Sommer neu dazu: 

Der Claudia-Kishi-Club (ab 10. Juli)

Für zahlreiche amerikanische Frauen mit asiatischen Wurzeln (und auch anderer Herkunft) war Claudia Kishi die erste Frau in den populären Medien, mit der sie sich identifizieren konnten. Als eine der Hauptfiguren in der Bestseller-Reihe „Der Babysitter-Club“ gehörte sie in der Popkultur der 1980er und 1990er zu den ganz wenigen bekannten Amerikanerinnen asiatischer Herkunft. Und sie war nicht nur eine der seltenen Protagonistinnen dieser Art, sondern sie räumte auch gleich mit den gängigen Vorurteilen auf: sie war zwar kreativ und beliebt, vor allem aber – und jetzt festhalten – schlecht in der Schule. Für die Leserinnen, die sich in den damals von ihnen genutzten Medien wiedererkennen wollten, war sie damit weder exotisch noch irgendein Aushängeschild, sondern einfach nur ein Mensch. Und so wurde Claudia zu einer Offenbarung.

Als angehende Künstlerin war Claudia Kishi ein leuchtendes Vorbild für andere Nachwuchskünstler, von denen heute etliche längst selbst erfolgreich sind. Der Claudia-Kishi-Club präsentiert eine ganze Reihe charismatischer asiatisch-amerikanischer Künstler und Autoren wie Yumi Sakugawa, Sarah Kuhn und Phil Yu. Mit seinen nostalgischen Lesungen, persönlichen Erinnerungen und selbst gemachten Stop-Motion-Collagen zeigt der Film auf einzigartige und aktuelle Weise die Bedeutung von Präsentationen in den Medien. 

The Claudia Kishi Club

Die Speedcuber (ab 29. Juli)

Speedcubing ist ein Sport, bei dem es darum geht, einen Zauberwürfel in möglichst kurzer Zeit zu lösen, und der sich in den letzten Jahren zu einem weltweiten Phänomen entwickelt hat. Seit knapp zehn Jahren ist der Australier Feliks Zemdegs bereits dabei und war seitdem der unangefochtene König der Speedcuber. Er war es zumindest bis vor kurzem, denn 2017 horchte die gesamte Speedcuber-Welt auf, als der bisher völlig unbekannte Kalifornier Max Park plötzlich die Goldmedaille holte und mit einem Schlag weltbekannt wurde. Seitdem wurde Max auf seinem Weg zur Weltspitze immer besser und hat nur noch einen Gegner zu fürchten: Feliks. Die beiden holen einen Titel und einen Rekord nach dem anderen, können sich aber nie klar durchsetzen, wenn der jeweils andere ebenfalls an einem Wettkampf teilnimmt. Anstatt sich dabei bitter gegenseitig zu bekämpfen, haben Feliks und Max ganz im Gegenteil eine innige, wenn auch etwas komplizierte Freundschaft entwickelt.

Max ist ein Autist, dessen Familie Speedcubing als eine Form der Therapie als Ausgleich für seine sozialen und emotionalen Defizite einsetzt. Niemand konnte jedoch vorausahnen, dass ausgerechnet sein größter Rivale im Speedcubing auch sein engster Verbündeter in seinem Kampf gegen den Autismus werden würde. In der Dokumentation stehen Max und Feliks an der Schwelle einer weiteren Weltmeisterschaft. Beide wollen gewinnen, unterstützen sich aber gegenseitig, um erfolgreich zu sein. Natürlich kann es aber auch unter Freunden nur einen Sieger geben. Wer von beiden wird es sein? Und noch wichtiger: kann ihre Freundschaft trotzdem weiter bestehen?

The Speed Cubers

John Shepherds Kontaktversuche mit Aliens (ab 20. August) 

John Shepherd hatte ein ganz spezielles Anliegen: er wollte in seinem Leben unbedingt mit Aliens in Kontakt treten. Im Laufe von 30 Jahren verwandelte Shepherd das Haus seiner Großeltern im ländlichen Michigan in ein erstaunliches Labor, von dem aus er Musik viele Millionen Kilometer ins All senden konnte. John Shepherds Kontaktversuche mit Aliens dokumentiert den Aufstieg und Fall dieses Ein-Personen-SETI-Projekts und versucht an diesem Beispiel die Frage zu klären, warum die Menschheit überhaupt Kontakt aufnehmen möchte. Der Film war der Gewinner des Kurzfilm-Preises der Jury in der Kategorie „Non-Fiction“ auf dem Sundance Film Festival 2020.


Netflix bietet zahlreiche mit dem Oscar® ausgezeichnete Kurzdokumentationen, unter anderem Syrischer Zivilschutz und Stigma Monatsblutung, sowie für den Oscar® nominierte Titel wie Vom Leben überholtEndspielHeroin(e) und Extremis. Zu den weiteren Original Kurzdokumentationen gehören unter anderem: 

  • Long Shot
  • Zion 
  • Ghosts of Sugar Land 
  • Ram Dass, Going Home 
  • Erkenntnisse aus einem Schulmassaker: Briefe aus Dunblane
  • Lorena, die Läuferin
  • Resurface – Auf den Wellen des Traumas 
  • Vogelliebhaber 
  • All in My Family 
  • Eine Geschichte zweier Küchen 
  • Eine japanische Sumoringerin 
  • Nach der Razzia 
  • Sovdagari – Der Händler 
  • E pluribus unum – Aus vielen eines
  • Das Leben nach Maria 
  • Eine 3-minütige Umarmung 
  • Ladies First 

Die Gesamtauswahl an Kurzdokumentationen finden Sie unter: www.netflix.com/docshorts.  

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