The Society: So könnte eine Gesellschaft von Teenagern aussehen

In einer Stadt wo alles noch normal scheint, zieht plötzlich ein unangenehmer Geruch auf. Niemand weiß, woher er kommt und ob er gefährlich ist. So werden die Schüler der West Ham High School auf einen Ausflug in den National Park geschickt bis alles geregelt sein sollte. Doch ein Unwetter lässt die Busse in der Nacht zurückkehren in ihre Stadt. Doch irgendwas ist seltsam. Niemand holt die Kinder ab, sie erreichen ihre Eltern nicht und nach wenigen Stunden merken sie, dass  ihre alte Heimat in eine Geisterstadt verwandelt wurde, wo nur noch sie sind. Entfliehen ist nicht möglich, alle Straße sind überwachsen und so sind die High School Schüler gezwungen ihre eigene “Society” aufzubauen, denn niemand weiß was passiert ist, warum keiner mehr da ist und wie lange sie in der leeren Stadt leben müssen.

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Das es dort zu vielen Reibereien kommt, ist klar. Lebensmittelversorgung, Gewalt und soziale Aspekte sind Themen mit welchen die Schüler konfrontiert werden und selbst eine Lösung finden müssen. Auch die leeren Häuser lassen einige Familiengeheimnisse aufliegen.

Die Serie beginnt relativ abrupt. Es gibt viele Charaktere, welche am Anfang erstmal überfordert wirken können. Aber mit der Zeit lernt man immer mehr kennen, es entsteht eine breite Diversität und die Charaktere bekommen ihre eigenen Tiefen. Der Aspekt das alle unterschiedlich mit dem Problem umgehen, lässt einen selbst nachdenken, wie man sich in so einer Situation verhalten würden, was ist richtig? Was ist falsch? Würde man sich eine Anführerrolle zusprechen, um das Chaos zu strukturieren, wird man ein Einzelgänger oder hält man das Ganze gar nicht erst aus? Man beginnt mit Charakteren zu sympathisieren, die ähnlich agieren, wie man es sich selbst vorstellen würde und da die Charaktere so breit gefächert sind spricht die Serie vermutlich viele verschiedene Leute an, da sich viele damit identifizieren könnten. 

Netflix ist ja bekannt für ihre Diversität, jedoch muss ich sagen, dass sie in dieser Serie einen Taubstummen unglaublich gut eingebaut haben. Er wirkt nicht ausgegrenzt oder unnatürlich in der Serie, sondern es scheint, als ob es das Natürlichste wäre. So sollte jede Serie mit solchen Charakteren so umgehen, damit gefördert wird dies, als normal anzusehen.

Folge um Folge baut sich die Gesellschaft immer mehr auf, Arbeit wird aufgeteilt und es soll sogar zu demokratischen Wahlen kommen. Doch ganz reibungslos verläuft das nicht. Wie sich schlussendlich alles entwickelt musst du dir selbst in der Serie anschauen.

Ich habe als aller erst gedacht, das wird wieder so eine der vielen Standard Teenager Serie bei Netflix, da der Cast grundsätzlich nur aus Schülern besteht. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass es für sie heißt Verantwortung zu übernehmen und sie sich erwachsen Verhalten müssen. Ich finde, die Serie spannt eine gute Brücke zwischen dem alltäglichen Teenager Leben und der Verantwortung die sie nun tragen müssen. Außerdem sieht man in der Serie auch nochmal schön worauf sich unsere Demokratie so stützt und wie wichtig die Grundzüge sind. Da es “so wenige” Personen sind, zählt das Handeln jedes einzelnen und hat starke Auswirkungen auf die Gemeinschaft. Womit man jedoch bis zum Ende, am laufenden Band, beschäftigt ist, warum und was eigentlich passiert ist, dass sie an diesen Ort gekommen sind.

Dieses Szenario gibt es seit heute, dem 10. Mai 2019 auf Netflix in 10 Folgen à 60 Minuten unter dem Titel “The Society” zu sehen.